Abfischen Großer Lindleinsee

Weit über 40 Mitglieder waren am 26. Oktober an den Großen Lindleinsee gekommen, um gemeinsam den größten unserer Aufzuchtseen abzufischen.

Im Gegensatz zum Vorjahr, an dem es bei Eiseskälte und Schneefall beinahe an die Substanz der vielen Mithelfer ging, konnten wir heuer den Großen Lindleinsee bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen über 20 Grad abfischen.

Über die gesamte letzte Woche hinweg wurde der See bereits kontrolliert abgelassen. Ein Kunststück, denn es darf am Stichtag nur noch so wenig Wasser im Seebecken sein, um tatsächlich abfischen zu können. Aber auch noch so viel, dass die Fische nicht verenden und genug Platz und Sauerstoff bekommen.

 

 

 

Dieses Jahr war die Wassermenge optimal und so konnte pünktlich mit dem Abfischen begonnen werden. Die meisten unserer Mitglieder kennen ja bereist die Prozedur seit Jahren und so musste nur teilweise eine kurze Einweisung gegeben werden. Wie jedes Jahr, so gab es ein mords Spektakel, wenn die ersten Fische ins Abfischbecken gespült wurden. Einerseits die Aufregung bei den Fischen, andererseits die der Fischer. Wie fallen die Fische heuer aus? Groß, klein, oder gar krank?

Schnell war klar, einige Fische waren durch den Kormoran verletzt worden. Im Großen und Ganzen waren die Fische gesund schön abgewachsen und - von den Hechten abgesehen, die Fischernte viel gut aus. So haben wir lediglich 20 Prozent Verlust bei den Karpfen und Schleien. Jedoch müssen wir heuer einen schlimmen Ausfall der Hechte verzeichnen: 50 Prozent fehlen! Ein solch fatales Ergebnis bei den Entenschnäblern hatten wir noch nie vorher gehabt. Den Grund hierfür festzustellen, das ist im Nachhinein schwer. Was wir aber die letzten beiden Wochen sehr gut beobachten konnten, war die große Kormorangemeinschaft, die unseren Fischbestand heimsuchte. Unser Vorstand zählte vergangenen Mittwoch gar 50 Kormorane, welche in aller Seelenruhe Fisch für Fisch verspeisten. Dies drüfte nicht zuletzt ein Grund für die Denzimierung unserer Hechte sein. Wenn nicht sogar der wichtigste Grund.

 

Wie üblich wurden die Fische in unsere Gewässer ausgesetzt. Ein herzlichen Dank an dieser Stelle den vielen Helfern, die Ihre eigenen Fahrzeuge zum Verbringen der Fische mitgebracht haben. Danke auch an die beiden Damen unserer "Brotzeitstation", die für die Pausenverpflegung aller Arbeiter gesorgt haben.

Abschließend nochmals ein großes Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, die entweder das Abfischen vorbereitet oder durchgeführt haben.

 

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